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Einzelausstellungen:
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1991 | Galerie Fink, Heitersheim: "anamnesis" |
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1992 | Galerie Fink, Heitersheim: "Vergessens Aufenthalt" |
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1995 | Galerie Fink, Heitersheim: "...unmöglich, nicht zu wiederholen - unmöglich zu wiederholen..." |
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1998 | Galerie Fink, Heitersheim: "...einiges und anderes..." |
Arbeiten befinden sich in privaten Sammlungen und im Besitz des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald
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"Am schönsten wäre es, wenn es einfach Lust wäre."
Farbige Zeichnungen von Walter H. Lokau in der Galerie im Gartenhof, Christel Gnirß
Walter H. Lokau, geboren 1962 in Landsberg, studierte nach Abitur und Zivildienst zunächst in Freiburg Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte. Während des Studiums wandte sich der begabte Zeichner verstärkt auch eigener malerischer Tätigkeit zu, der er sich dann seit Ende der achtziger Jahre fast ausschließlich widmete.
Seither ist ein umfangreiches, vorwiegend dem abstrakten Expressionismus verpflichtetes Werk entstanden, das die Galerie Fink in Heitersheim in bisher 4 Ausstellungen präsentierte. "anamnesis" (1991); "Vergessens Aufenthalt" (1992); "...unmöglich, nicht zu wiederholen - unmöglich zu wiederholen" (1995); "...einiges und anderes..." (1998). Die Titel der bisherigen Ausstellungen verraten bereits viel über die praktische und theoretische Orientierung des Künstlers, dem die intellektuelle Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten moderner Malerei genauso wichtig ist wie die eigene malerische Praxis und der sich in Texten und Reden immer wieder auch mit Werken anderer zeitgenössischer Künstler befaßt. Die Gleichzeitigkeit von Erinnern und Vergessen, die moderne (Un)möglichkeit zu wiederholen, kennzeichnen für Walter H. Lokau dabei das Verhältnis zur malerischen Tradition, die es "zu verlassen" gilt, "ohne sie zu lassen", wie er selbst in einem Text über die Keramikerin Karin Wittmann einmal schreibt. Für das darin sich andeutende ästhetische Programm: in immer erneutem Durcharbeiten der Tradition dieser eigene Möglichkeiten abgewinnen zu müssen und zu wollen, beansprucht der Künstler Gültigkeit über die eigene Situation hinaus; vor dem Hintergrund postmoderner Beliebigkeit sei die Frage, wie vom "Nichts" der leeren Leinwand zum "Etwas" des fertigen Bildes zu gelangen sei, gültig nur noch in der Auseinandersetzung mit den Antworten zu lösen, die seit Cézanne auf diese Frage schon gefunden wurden. An Themen der klassischen Moderne wie Linie, Fläche, Farbe durchaus festhaltend, zeugen die Arbeiten Walter Lokaus so von dem fortgesetzen Bemühen, deren formalen Reduktionismus zu konterkarieren, ohne dabei einer im schlechten Sinne naiven Malweise zu verfallen, die sich an ihre geschichtlichen Bedingungen nicht (mehr) erinnert. Dabei entstehen Bilder, die Sparsamkeit der Mittel und malerischen Überschuß, formale Strenge und sinnliche Leuchtkraft auf eigentümlich reizvolle, in den besten Arbeiten fast schwebende Art miteinander verbinden - als wenn es "einfach Lust" wäre und als wenn Hand und Auge Erinnertes nicht mehr vergessen und Vergessenes nicht mehr erinnern müßten, um einfach gute Bilder zu machen.
(Dr. Susanne Lüdemann)
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