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Lebenslauf:
| 1972 | geboren |
| 1986 bis 1990 | Lycée Wizo France in Tel-Aviv, Abitur, Wahlfach: Malerei, Graphik und Skulptur; danach bis 1995 Abendkurse (Drehen und Dekor) am Tel-Aviv Museum of Art, gleichzeitig Privatkurse im Atelier Raya Stern & Eti Goren |
| 1995 bis 1997 | Atelier Dominique Legros, Aubinges: Lehre, die in Etappen alle Arbeitsgänge von der Aufbereitung des Tons bis zum Verkauf der Stücke vermittelte. |
| 1998 bis 2001 | Zahlreiche Praktika und Fortbildungen, u.a. Eric Astoul, Suzanne Daigeler, beide La Borne; Pierre Dutertre, Ollioules, Hervé Rousseau, Henrichemont. CNIFOP, Saint-Amand-en-Puisaye, CNRS, Lyon (Technik der gallo-romanischen Keramik, terra sigillate und Brand in einem antiken Holzofen) ; SEMA (Societé d'Encouragement aux Métiers d'Art). |
| Seit 2002 | zusammen mit Nicolas Rousseau eigenes Atelier in Ivoy-le-Pré bei Henrichemont.
Teilnahme an zahlreichen Gruppenausstellungen.
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Bibliographie:
Nicole Crestou : Visite d'Atelier: Maya Micenmacher et Nicolas Rousseau
In : Revue de la Ceramique et du Verre, N° 159, Mars-Avril 2008, S. 56-59
Praktika in vielen Ateliers, beginnend bei Dominique Legros (noch ohne Französischkenntnisse!), vermitteln Maya Micenmacher die Beherrschung der unterschiedlichsten keramischen Techniken , die ihr dann die Freiheit geben, ihren eigenen Stil zu entwickeln.
Ihre Gefäße (Becher, Schalen, Teller, Krüge, Schüsseln…) dreht sie in Serien von mindestens 50 Exemplaren und diese repetetive Arbeit erzeugt die Energie, die sich dann im Dekor befreit. Maya variiert ein Parameter, die farbigen Kleckse - Form und Anzahl -, die sich auf weißem Grund abheben, die Grafik - Linie oder Schrift - die eingraviert sind. Roh werden die Stücke zuerst mit der Malerei oder mit der Schrift dekoriert, dann kommt das einrahmende Schwarz, das die Farben positioniert und zum Leuchten bringt, danach wird das Gefäß mit einer transparenten Glasur überzogen. Randzonen bleiben manchmal frei, zeugen vom Scherben, dem Arbeitsprozess, der Spontaneität und Schnelligkeit, mit der sie arbeitet.
Die Schriften (oft hebräische Texte) sind nicht gewählt, um gelesen zu werden, sie bleiben ihr Geheimnis. Häufig verwandelt, verwischt der Holzbrand sie. Die lebhaften Farben, mit Sparsamkeit auf weißen Grund gesetzt, schaffen eine positive Heiterkeit.
Gebrannt wird - zusammen mit den Arbeiten ihres Mannes Nicolas Rousseau - in einem selbst konstruierten Holzofen vom Typ "Anagama".
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