Galerie im Gartenhof - Christel Gnirss

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Ulrike Seilacher
Gefäß, 2000 Ulrike Seilacher
Goethestr. 31
D-34119 Kassel
Tel. 0561/107282
Fax 0561/14153


Lebenslauf:

1958geboren
1978-82Ethnologie- und Altamerikanistikstudium an der FU Berlin
1982-87Studium der Freien Kunst an der Gesamthochschule Kassel, Keramik bei Prof. Ralf Busz und Young-Jae Lee
seit 1983kontinuierliche Weiterentwicklung der künstlerischen keramischen Arbeit mit Ausstellungen und Beteiligung an Wettbewerben
1987Examen
Mitarbeit bei Holzofenprojekt K 18 in Kassel
1989-91Dozentin an der Kunstakademie der Universidad de Caldas, Manizales, Kolumbien
1992Künstlerhaus Edenkoben
1993-96Künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Ralf Busz an der Universität Gesamthochschule Kassel
seit 1996Fotografische Projekte mit Beteiligung an Ausstellungen
1997-98Beratertätigkeit für UNIDO in Dar es Salaam, Tansania
1999Projekt mit Töpferinnen auf der Insel Pemba, Tansania



Auszeichnungen:

1992Stipendium des Landes Rheinland-Pfalz
1996Preisträgerin beim Wettbewerb "Keramik Offenburg"



Über Ulrike Seilacher:

Ulrike Seilacher stellt aus rotem und weißem Ton aufgebaute Gefäße vor. Die zylindrische Form wird immer wieder in unterschiedlichen Größen wiederholt. Geritzte Zeichnungen grefen in die rauhe Tonoberfläche ein. Das Räuchern mit Sägespänen hinterläßt auf der gebrannten Arbeit die Spuren des unmittelbaren Feuers. Durch Dünnwandigkeit und Größe entsteht ein Spiel zwischen Leichtigkeit und Schwere. Der individuelle Charakter des einzelnen Gefäßes wird durch die Gruppierung im Raum verstärkt.

Die Jury des Wettbewerbs "Keramik Offenburg" begründete ihre Entscheidung folgendermassen:
"Ulrike Seilacher ist es mit ihren Kummengefäßen gelungen, ein Werk von Heute vorzustellen, welches die Historie nicht ausbeutet, sondern meisterhaft in den Dienst nimmt. Die strengen, schlichten Formen wirken bei aller Größe leicht; sie sind dünnwandig gebaut, die Oberflächen mit Ritzdekor in fein abgestimmter Farbigkeit ausgelegtt, der Rand, Abschluß der Gefäße, schwingt in zarter Linienführung mit: ein harmonisches Ganzes. Die Künstlerin beweist, daß Eigenstand gegenüber der Vergangenheit möglich ist, auch wenn traditionsreiche Verfahren genutzt werden.


Gefäße, 2000




© 1999 Christel Gnirss
gnirss@galerie-im-gartenhof.de