Galerie im Gartenhof - Christel Gnirss

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Camille Virot
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Camille Virot
Hameau de Vière
La Rochegiron
F-04150 Banon
Tel. 0033-92732010


Lebenslauf:

1947geboren in Calmontier bei Vesoul (Haute-Saone).
1968Architekturstudium an der Ecole des Beaux-Arts in Besancon. Erste keramische Arbeiten.
1968-1970 Aufenthalt in Afrika.
1970/71Ecole des Arts-Décoratifs, Straßburg.
Seit 1992eigene Werkstatt in La Rochegiron/Banon (Basses-Alpes).
1976Prix spécial de la piéce tournée, Vallauris.

Camille Virot gilt als hervorragender Vertreter der Raku-Technik in Frankreich und Europa, mit der er sich, angeregt u.a. durch Bernard Leach, seit 1976 beschäftigt. 1985, 1987 und 1991 Forschungsstipendien des Ministére de la Culture, Paris.

In dieser Ausstellung zeigt er erstmals Porzellan-Serien.

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Über Camille Virot:

Soléau, Antje: Zwiegespräch der Kulturen. Neue Arbeiten von Camille Virot
in: Keramik Magazin 21(1999) Nr.2, April/Mai, S.25-27

"... Heute brennt er im wesentlichen zwei Holzöfen, einen für den Schrühbrand und den anderen, größeren, für Glattbrände. Seine Masse setzt sich aus 70% Steinzeugton und 30% Schamotte zusammen oder zu gleichen Teilen aus lokalem Steingutton (feuerfestem Ton aus Bollène in der unteren Rhone-Ebene) und Schamotte. In den späten 80er und frühe 90er Jahren, beispielsweise 1989/90, zeigte Virot in der europäischen Wanderausstellung "Europe des Céramistes", überlebensgroße Köpfe und raumgreifende Bodeninstallationen. Heute präsentiert er in sich gekehrte, zurückgenommene Stücke in vergleichsweise handlichen Formen; seine Maisons, Carottes und Boites.
Letztere taugen nicht zur Aufnahme profaner Dinge; ihre Inhalte sind Gedanken, Erinnerungen, Reflexionen. Carottes demhingegen ist zunächst die französische Bezeichnung für dem Boden entnommene geologische Gesteins- und Erdproben, und Virot wiederholt in seinem danach benannten zylindrischen Formen die Vielfalt dieser Schichtungen. Er baut Ton, Beton, Glas, Bronze lagenweise aufeinander, und wie bei den Bodenproben, haben diese Arbeiten eine Anmutung von Offenlegung des sonst Verborgenen, einer Sichtbarmachung des Geheimen, Untergründigen, uns nicht Bewußten.....
Nicht höher als etwa 30-40cm ziehen sich seine schlichten, fast möchte man sagen: armseligen Maisons auf sich selbst zurück. Von hohen Mauern umgeben, nur hier und da mit kleinen Öffnungen versehen und oftmals mit gerundeten Dächern, scheinen sie ein Geheimnis zu umschließen und geben dem Rückzug auf sich selbst Ausdruck. Ebenso erinnern Aufbau und Formen sowohl an islamisch-afrikanische Hausformen wie auch an die frühromansichen Kapellen der Haute Provence... Anstelle einer Glasur werden die Häuser mit gebranntem Kalk eingerieben...
Vor acht Jahren initiierte er ein breit angelegtes Austauschprogramm und bereiste mit französischen Keramikerkollegen Schwarzafrika. Ein erstes Ergebnis ihrer Exkursionen zeigten sie 1994 zunächst im Musée d'Art Contemporain, Dunkerque... Eine andere Aktivität Virots war die Gründung des "Dossiers d'Argile", einer Publikation, die in unregelmässigen Abständen über die Keramik als eine "Kunst der Erde" informierte. Am Ende der 80er Jahre erschien unter dem Titel "Dossier Raku" ein französisch/deutsches Resumée ..."

Camille Virot's Ausstellungsliste (Einzel- und Gruppenausstellungen) ist sehr umfangreich und soll hier nicht präsentiert werden. Arbeiten von ihm sind in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammungen. Ebenso gibt es Literatur von und über ihn, vor allen in Katalogen und Keramik-Zeitschriften.

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Camille Virot hat bereits 1993, 1996 und 2001 in der "Galerie im Gartenhof" Christel Gnirss in Emmendingen-Mundingen ausgestellt.




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